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Haus Gottes oder Haus des Satans?

Wohnt Gott in von Menschenhand errichteten Gebäuden? Die Antwort gibt uns der Apostel Paulus in seiner Rede auf dem Areopag in Athen: “Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind…” Dann spricht Paulus die Allgegenwart Gottes an: “Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art. Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.”

Das Neue Testament sagt uns, dass der an Christus glaubende Mensch “Tempel des lebendigen Gottes” ist.

Wie passt es dazu, Kirchen, Moscheen, Synagogen, …, als “Gotteshäuser” zu bezeichnen? Gott ist im Sinne seiner Allgegenwart auch dort zugegen; nach den Worten Jesu aber besonders dort, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, “da bin ich mitten unter ihnen”. Entscheidend ist nicht, wie eine Religionsgemeinschaft ihren Versammlungsort bezeichnet, sondern in wessen Namen sie zusammenkommt und welcher Geist sie leitet. Welcher Geist ist der Leiter, wenn in einer Kirche mehr politisch-populistisch gepredigt wird? Oder wenn in einer Moschee Hassprediger auftreten?

Dazu ein Auszug aus dem Interview von Kirche in Not mit dem koptischen Bischof Anba Damian über die Lage der Christen in Ägypten. Frage: Woher kommt der Hass mancher Muslime auf die Christen? “Das liegt an den Lehrern in den Moscheen. Die Ägypter sind von Natur aus ein friedvolles Volk. Aber die Menschen lernen durchs Hören. Und wenn die Freitagspredigt in der Moschee heiß ist von Hass, dann gehen diese eigentlich friedlichen und einfachen Menschen auf uns los. Es geht also um die Lehre, die von den Imamen gepredigt wird. Ich war zum Beispiel einmal bei einem muslimischen Freund in Ägypten und hörte mir in seiner Moschee die Freitagspredigt an. Ich war entsetzt! Das war keine Predigt, sondern eine Kriegserklärung! Ich frage mich, was das soll! Wir müssen in die Moschee gehen, um zu beten, und wir müssen sie mit Frieden im Herzen verlassen.”

Was wird in den Moscheen über die Christen gesagt?
“Das ist ganz unterschiedlich und hängt vom Prediger, vom Imam, ab. Die meisten unter ihnen sind vernünftig und bringen den Menschen das Gebet, das Fasten und die Tugenden bei. Andere jedoch sprühen Hass. Und die Zuhörer können das meist überhaupt nicht einordnen. Manche sind Analphabeten und leicht beeinflussbar. Diese Menschen haben oft keine Schulen besucht und vertrauen nur auf das, was sie mündlich überliefert bekommen. Und sobald diese einfachen Menschen Hasspredigten mitbekommen, reagieren sie entsprechend…”

Jesus beurteilt die Gemeinden nach Ihrem Verhalten, danach, ob sie den Willen des Ewigen Vaters erfüllen. Beispiel: Aus dem Sendschreiben an die Gemeinde in Philadelphia, Geheime Offenbarung des Johannes 3,7-13:

“An den Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: So spricht der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, sodass niemand mehr schließen kann, der schließt, sodass niemand mehr öffnen kann: Ich kenne deine Werke, und ich habe vor dir eine Tür geöffnet, die niemand mehr schließen kann. Du hast nur geringe Kraft, und dennoch hast du an meinem Wort festgehalten und meinen Namen nicht verleugnet. Leute aus der Synagoge (=Versammlung) des Satans, die sich als Juden ausgeben, es aber nicht sind, sondern Lügner* - ich werde bewirken, dass sie kommen und sich dir zu Füßen werfen und erkennen, dass ich dir meine Liebe zugewandt habe. Du hast dich an mein Gebot gehalten, standhaft zu bleiben; daher werde auch ich zu dir halten und dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über die ganze Erde kommen soll, um die Bewohner der Erde auf die Probe zu stellen. Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit kein anderer deinen Kranz bekommt. Wer siegt, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen und er wird immer darin bleiben. Und ich werde auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und ich werde auf ihn auch meinen neuen Namen schreiben. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.”

*Sie lassen sich vom Satan bestimmen und sind deshalb Lügner und gehören daher auf die Seite des Vaters der Lüge, des Teufels.

“Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt” - aus Johannes 8,31 bis 8,47:

Da sagte Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien. Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde. Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer im Haus. Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort in euch keine Aufnahme findet. Ich sage, was ich beim Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr so handeln wie Abraham. Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die Wahrheit, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt. Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie entgegneten ihm: Wir stammen nicht aus einem Ehebruch, sondern wir haben nur den einen Vater: Gott. Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr nicht, was ich sage? Weil ihr nicht imstande seid, mein Wort zu hören. Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge. Mir aber glaubt ihr nicht, weil ich die Wahrheit sage. Wer von euch kann mir eine Sünde nachweisen? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes; ihr hört sie deshalb nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.

Kommentar: “…er sprach zu den Juden, die an ihn glaubten”; zuvor hatte er an die “ungläubigen Juden” gesprochen: “Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet. Denn wenn ihr nicht glaubt, dass ICH BIN*, werdet ihr in euren Sünden sterben.” – [*ICH BIN ist der dem Mose geoffenbarte Gottesname, und bedeutet, dass der Gott Israels der einzige und wahre Gott ist. In dem Jesus diesen Namen auf sich anwendet, gibt er sich als einziger und alleiniger Erlöser aus, auf den hin der ganze Glaube und die ganze Hoffnung Israels gerichtet war. = Fußnote in der Jerusalemer Bibel]

Durch seine Rede kamen dann viele zum Glauben (vgl. Johannes 8,30). Diese wollten dann aber nicht einsehen, dass sie nur durch die Wahrheit (= Jesus Christus) freigemacht werden. Sie meinten, die Berufung auf Abraham als ihren Vater genüge bereits. Aber Jesus machte ihnen deutlich, dass sie in Wirklichkeit nicht Abrahams Werke tun, sondern die Werke des Satans (denn: sie wollten Jesus töten!): “Ihr habt den Teufel zum Vater!”

Bedenken wir: Jesus hat sich nach Pfingsten mit seiner Gemeinde total identifiziert. Als er Saulus von Tarsus, einen glühenden Christenverfolger, auf dem Wege nach Damaskus vom Pferd stürzen ließ, sagte er nicht: “Saulus, Saulus, warum verfolgst du meine Anhänger?”, sondern: “Warum verfolgst du MICH?” – Sagt Jesus heute einem Christenverfolger nicht das gleiche?

Heute wird der Begriff  ”Gott” gern undifferenziert benutzt und der Eindruck der Beliebigkeit erweckt. Beispiele: “Gott hat viele Namen” (im Kontext des Hinduismus). Oder:  ”Ich bin ein Teil von Gott” – “Gott ist in mir” – “Er ist in allen Dingen” (dabei wird leicht die Geschöpflichkeit des Menschen außer acht gelassen und Gott versachlicht). Wer kann über IHN verfügen und wer hat einen direkten Zugang zu IHM? Die Heilige Schrift lehrt uns, dass der einzige Weg zu Gott über seinen Sohn Jesus Christus führt: “ICH BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch MICH.”

Heinz Josef Ernst

Erstellt am Mittwoch 3. Februar 2010
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Gemeinsamer „Tag der bedrängten und verfolgten Christen“ überfällig

Immer mehr erkennen die Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in Deutschland die Notwendigkeit, für die in vielen Ländern verfolgten Schwestern und Brüder zu beten und auch besondere Gedenktage einzuführen.

Da ist die Gemeinschaft Open Doors, die in den vergangenen Jahren – gemeinsam mit der weltweiten Evangelischen Allianz und dem Arbeitskreis Religionsfreiheit (AKREF) – zum Gebetstag im November aufruft (in 2009 am 8. November); da ist die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), die die Initiative “Solidarität mit den verfolgten und bedrängten Christen unserer Zeit” ins Leben gerufen hat und den Gedenktag auf den  zweiten Weihnachtstag (Fest des Märtyrers Stefanus) gelegt hat.

Nun folgt auch die Evangelische Kirche (EKD): „Das weltweite Leiden von Christen beim Namen zu nennen ist eine wichtige Aufgabe der Kirche.“ So hat es die 10. Synode der EKD bei ihrer 7. Tagung im November 2008 in Bremen formuliert. Die Synode hat eine Veröffentlichung mit Informationen über einen Schwerpunkt der Verfolgung von Christen sowie mit Vorschlägen für Fürbittentexte angeregt und einen „Tag der verfolgten Christen“ vorgeschlagen. >>>Download Fürbitten/Texte

Der Rat der EKD und die Kirchenkonferenz als Vertretung der evangelischen Landeskirchen haben sich mehrheitlich für den Sonntag Reminiszere ausgesprochen, jedenfalls dort, wo nicht andere Tage diesem Gedenken gewidmet sind, wie zum Beispiel der Tag des Märtyrers Stephanus (26. Dezember). Im Jahr 2010 fällt der Sonntag Reminiszere auf den 28. Februar. Er soll besonders dem Gedenken an die Christinnen und Christen im Irak gewidmet sein.

Ein Lob für diese Initiative kommt auch von der “Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis” in der Nordelbischen Kirche. Wie der Vorsitzende, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg) schreibt, seien noch nie Christen, Gemeinden und Kirchen weltweit so bedroht, verfolgt und ermordet worden wie gegenwärtig. In jedem Gottesdienst sollte ihrer im Gebet gedacht werden..

Diese Forderung bestätigt auch meine Überzeugung  als Autor des heutigen Beitrags. – Beim folgenden Appell der IGFM geht es darum, dass die Christenheit mit einer Stimme sprechen sollte. Für noch wichtiger als ein gemeinsames Datum halte ich das monatliche Gebet für die Verfolgten  in Gebetskreisen, zum Beispiel auch im Rahmen der Pfingstnovene, für die über diese Seite Texte heruntergeladen werden können (Ende April/Anfang Mai 2010 ).

“Angesichts des am 27. Januar 2010 erfolgten Aufrufs der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), 2010 bundesweit einen „Tag der bedrängten und verfolgten Christen“ durchzuführen, appelliert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) an die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), die zwischen Protestanten und Katholiken divergierenden Gedenktermine auf einen gemeinsamen Termin zu legen.

Bisher “konkurrieren” die beiden großen Kirchen durch unterschiedliche Termine für diesen Gedenktag (EKD: 2. Sonntag in der Passionszeit) und Dezember (DBK: Stephanustag, 26. Dezember). „Im Jahr des Ökumenischen Kirchentages in München muss diese unsinnige Konkurrenz beendet werden, denn sie schadet den verfolgten Christen“, so die IGFM.

Dies, so die IGFM, würde die Ökumene und das Anliegen selber deutlich stärken und entspräche einer weitgehend praktizierten Ökumene in den Staaten der Verfolgung und Bedrängnis von Christen. Bereits 1999 hatte die IGFM in der Bundesgeschäftsstelle der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK) in Frankfurt am Main mehrere tausend Unterschriften der damaligen Geschäftsführerin und heutigen Bischöfin i.R. Bärbel Wartenberg-Potter für einen „Ökumenischen Tag der verfolgten Christen“ übergeben.

Die Einigung der Kirchen auf einen gemeinsamen Tag sollte für die Jahre ab 2011 in Verbindung mit dem Ökumenischen Kirchentag in München erfolgen, zumal die württembergische Landeskirche bereits den 26. Dezember im Sinne eines gemeinsamen Tages wahrnimmt, so IGFM-Referent Walter Flick.”  IGFM Frankfurt am Main, 29. Januar 2010.

Heinz Josef Ernst

Erstellt am Freitag 29. Januar 2010
Unter: Verfolgte Christen | Keine Kommentare »

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Der Schrei der toten Kinder

Die katholische Kirche feiert seit 1967 am 1. Januar ihren Weltfriedenstag. Aus diesem Anlass hatte der Papst bereits Mitte Dezember 09 eine Botschaft mit dem Titel “Willst du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung” veröffentlicht. Darin rief er eindringlich zu mehr Verantwortung für die Umwelt auf. Der Mangel an Bewusstsein für die Gesundheit des Planeten sei “nicht weniger besorgniserregend” als “Kriege, internationale und regionale Konflikte, Terrorakte und Menschenrechtsverletzungen”.

Nicht ausdrücklich erwähnt wurde in diesem Zusammenhang der weltweit geführte Krieg gegen die Ungeborenen. Mutter Teresa von Kalkutta betonte wiederholt, dass es keinen Frieden gäbe, solange dieser Krieg tobe. Sie wurde nicht müde, das Lebensrecht der Ungeborenen zu verteidigen, die Gottes Schöpferkraft in sich tragen: “Das Leben gehört Gott, und wir haben nicht das Recht, es zu vernichten!” Ob irgendwelche staatlichen Gesetze die Abtreibung legalisieren oder nicht, ließ sie völlig gleichgültig; für sie war klar, dass es keinen schlimmeren Frevel an der Schöpfung gibt als die Abtreibung: “Man tötet nicht nur Leben, sondern stellt sein eigenes ICH über GOTT. Menschen entscheiden, wer leben und wer sterben soll. Sie wollen sich selbst zum allmächtigen Gott machen…Mir scheint, dass man den Schrei jener Kinder hören kann, die ermordet wurden, bevor sie auf der Welt erschienen, einen Schrei, der vor dem Throne Gottes wiederholt wird!”  (Aus: Christian Feldmann: “Die Heilige von Kalkutta – Mutter Teresa”, Verlag Herder Freiburg).*

Pater Werenfried van Straaten (seit den Zweiten Weltkrieg in Deutschland als “Speckpater” bekannt), Gründer des internationalen katholischen Hilfswerkes “Kirche in Not”, spricht in einer Predigt davon, dass “die scheußlichste Sünde, die jetzt auch in der christlichen Welt begangen wird, der millionenfache Mord am ungeborenen Leben ist”…

Im Matthäusevangelium wird berichtet, dass kurz nach Christi Geburt auf Geheiß von König Herodes Tausende Kinder ermordet wurden. Der Festtag der Unschuldigen Kinder wird am 28. Dezember begangen.

Wie viele Männer und Frauen müssen den Kopf senken, wenn die alte Geschichte der unschuldigen Kinder erzählt wird? Den Müttern von Bethlehem wurden die Kinder mit Gewalt aus den Armen gerissen. Aber was tun Millionen Väter und Mütter im christlichen Westen und im heiligen Russland? Tausende Männer lassen sich sterilisieren. Mit Pillen und Chemikalien oder Spiralen – wie mit Rattengift und Mausefallen – wehren Frauen sich gegen das von Gott gewollte Leben.

Oder sie betreten den Pfad des Meuchelmordes und töten, was schon im Mutterschoß zu leben begonnen hatte. Viele Staaten haben diese Schlachterei genehmigt. Sie wird von der Krankenkasse bezahlt. Aber das Blut der ermordeten Kleinen schreit laut zum Himmel und ihre Klagen werden vernommen vor dem Angesicht des gerechten Gottes.

Gott ist der Freund dieser Kleinen. Darum will Er, dass man den Kindern, denen das Himmelreich gehört, nicht verwehre, zu Ihm zu kommen. Jesus liebte sie so über alle Maßen, dass er sich mit ihnen identifizierte. Er sagte: “Wer ein solches Kind in Meinem Namen aufnimmt, nimmt Mich auf. Wer einem dieser Kleinen Ärgernis gibt, dem ist es besser, dass er mit einem Mühlstein am Hals in die Tiefe des Meeres versenkt wird.” Dieses Wort ist so definitiv und unumstößlich…>>>Die ganze Predigt als Download

“Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen…” (Als Jesus vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem herabblickte, weinte er über sie, weil er ihren Untergang – 70 nach Christus – vorhersah). Heute wie damals hört man nicht auf IHN, der am Kreuz die Feindschaft getötet und die Menschen mit Gott versöhnt hat. Bereits der Prophet Jesaja kündigte ihn als den “Fürst den Friedens” an.  Es wird kein Friede, wenn wir nur ständig wiederholen: “Herr, gib der Welt den Frieden!” Die Menschen müssen – damals wie heute – erkennen, was den Frieden bringt: Nach Gottes Geboten leben!

*Wenn man ein Kind haben wolle, könne man es auch bekommen, sagt die Ordensfrau  schlicht. “Wenn Sie es aber nicht haben möchten, töten sie es nicht, geben Sie es mir!” (siehe “Babyklappe” bei uns). – Wichtig ist, den Betroffenen beizustehen und sie nicht zu verurteilen, wie es “Die Birke” und andere christliche Einrichtungen tun. –  HJE

Erstellt am Samstag 2. Januar 2010
Unter: Schutz des Lebens | Keine Kommentare »

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Wie gegen einen Räuber…

…seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen! Dies sagte Jesus einer schwer bewaffneten Männer-Schar, die nach dem Verrat des Judas im Garten Getsemani am Ölberg auf ihn losgehen wollte.

Das gleiche mögen die Vorführer des weltbekannten Jesus-Filmes in einem pakistanischen Dorf gedacht haben, als 50 radikale Muslime mit Äxten, Schlegeln und Spaten Vorführer und Besucher angriffen, um die Vorführung zu verhindern. Dazu heißt es in der Meldung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea vom 19.12.09:

“Dabei wurden zwei Vorführer schwer und einer leicht verletzt; auch vier Zuschauer trugen Wunden davon. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Informationsdienstes Compass Direct am 9. Dezember in der Ortschaft Chak nahe der Stadt Sargodha (Provinz Punjab). Wie die Filmvorführer Ishtiaq Bhatti, Imtiaz Ghauri und Kaleem Ghulam vom Krankenbett aus mitteilten, hatte ein muslimischer Geistlicher die Dorfbewohner gegen die Vorstellung auf dem Gelände der katholischen Kirche aufgestachelt. Die Angreifer beschädigten den Filmprojektor, verbrannten Filmrollen und suchten dann mit der Beschallungsanlage sowie der Kollekte das Weite.”

Während bei uns im Westen über das Minarettverbot in der Schweiz teilweise Empörung zum Ausdruck kam und kirchliche Medien und Kirchenvertreter von einer “unteilbaren Religionsfreiheit” sprechen, gibt es in islamischen Ländern, wie in diesem Fall Pakistan, die Religionsfreiheit bestenfalls auf dem Papier. Dabei versteht das islamische System unter Religionsfreiheit etwas anderes als wir: Religionsfreiheit dort bedeutet, dass zwar (fast) jeder Muslim werden darf, dass aber ein Muslim seine Religion nicht wechseln darf.

Es sollte auch erwähnt werden, dass in Teilen der islamischen Welt das Minarettverbot gelassener aufgenommen wurde als bei uns in kirchlichen Kreisen (siehe oben): Scheich Yusif Karadawi zum Beispiel, der wohl bekannteste Fernsehprediger der arabischen Welt, gibt sich am Tag danach in der Zeitung “Ash-Shark al Awsat” jedenfalls höchst gelassen: “Die Muslime können auch in Moscheen ohne Minarett beten.” - Von einem Anschlag auf die Religionsfreiheit ist da – aus gutem Grund – nicht die Rede! (Aus dem Kommentar von Wolfgang Molitor, Schwarzwälder Bote, Anfang Dezember 09) >>>Download Artikel: Ein Minarett – ja und?

HJE

Erstellt am Samstag 19. Dezember 2009
Unter: Jesus Christus, Verfolgte Christen | Keine Kommentare »

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Kein Zeichen von religiöser Intoleranz

Wie die Evangelische Nachrichtenagentur idea berichtet,  hat die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) auf den Schweizer Volksentscheid gegen den Bau neuer Minarette mit Verständnis und Zustimmung reagiert.

Für ein Bauverbot hatten am 29. November 57,5 Prozent der Teilnehmer gestimmt. Das Votum sei kein Zeichen religiöser Intoleranz, „als das es vielfach von Politikern, Kirchenleuten und Journalisten diffamiert wurde“. Die Entscheidung sei vielmehr „ein Nein zum Machtanspruch des Islam und zur Überfremdung der christlich-abendländischen Kultur“, heißt es in einer am 9. Dezember veröffentlichten Stellungnahme des theologisch konservativen Zusammenschlusses in Europa und Südafrika. Sie ist unterzeichnet vom Präsidenten der Konferenz, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), dem Vizepräsidenten, Religionslehrer Andreas Späth (Windsbach/Mittelfranken) und dem Ehrenpräsidenten, dem Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen). Nach ihren Worten ist die Besorgnis der Schweizer Bevölkerungsmehrheit nachvollziehbar und ernstzunehmen. Wer die Entscheidung als Zeichen von „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Beschneidung der Religionsfreiheit“ darstelle, gehe von einem trügerischen Bild des Islam aus, wie es durch liberale Vertreter dieser Religion in den Medien vorgestellt werde. Ziel des Islam bleibe „die Islamisierung der ganzen Welt mit der damit bestimmenden Rechtsprechung durch die Scharia gemäß dem Koran“. Diesem Ziel diene „auch der vielfach von vermögenden Ölscheichs finanzierte Bau prächtiger und zum Teil überdimensionierter Moschee, die mit ihren Minaretten möglichst alle Kirchtürme überragen sollen“. Moscheen seien nicht nur Gebetsräume; in ihnen werde oft auch politisch agitiert. Von den Minaretten werde fünfmal am Tag öffentlich der Absolutheitsanspruch des islamischen Gottes Allah und des Propheten Mohammed ausgerufen.

Keine Einschränkung der Religionsfreiheit

Die IKBG bezeichnet es als völlig abwegig, den Schweizern zu unterstellen, sie wollten die muslimischen Einwanderer bei der Religionsausübung behindern: „Das geschieht nirgendwo in ihrem Land und ihren Nachbarländern. Im Gegensatz dazu erfahren christliche Minderheiten in den meisten islamischen Ländern keine Toleranz.“ Sie würden dort oft nicht nur behindert und ausgegrenzt, sondern bisweilen gewalttätig verfolgt. Christen werde selbst der Bau kleiner Kirchengebäude – ohne Turm – und die Einrichtung von Andachtsräumen untersagt. „Der massive Protest gegen das Schweizer Minarettverbot wäre glaubwürdiger, wenn er mit einem ebenso leidenschaftlichem Eintreten für die Religionsfreiheit der Christen gerade auch in islamischen Ländern verbunden wäre“, so die IKBG. Sie ruft die Regierungen und alle Verantwortungsträger in Kirche und Politik auf, „unerschrocken und nachhaltig immer wieder für die Religionsfreiheit der benachteiligten, verfolgten und gefährdeten Christen einzutreten“.

Siehe dazu auch den Beitrag “Minarettverbot und Religionsfreiheit” vom 05.12.2009.

HJE

Erstellt am Donnerstag 10. Dezember 2009
Unter: Christliches Europa, Religionsfreiheit | Keine Kommentare »