Wie gegen einen Räuber…
…seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen! Dies sagte Jesus einer schwer bewaffneten Männer-Schar, die nach dem Verrat des Judas im Garten Getsemani am Ölberg auf ihn losgehen wollte.
Das gleiche mögen die Vorführer des weltbekannten Jesus-Filmes in einem pakistanischen Dorf gedacht haben, als 50 radikale Muslime mit Äxten, Schlegeln und Spaten Vorführer und Besucher angriffen, um die Vorführung zu verhindern. Dazu heißt es in der Meldung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea vom 19.12.09:
“Dabei wurden zwei Vorführer schwer und einer leicht verletzt; auch vier Zuschauer trugen Wunden davon. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Informationsdienstes Compass Direct am 9. Dezember in der Ortschaft Chak nahe der Stadt Sargodha (Provinz Punjab). Wie die Filmvorführer Ishtiaq Bhatti, Imtiaz Ghauri und Kaleem Ghulam vom Krankenbett aus mitteilten, hatte ein muslimischer Geistlicher die Dorfbewohner gegen die Vorstellung auf dem Gelände der katholischen Kirche aufgestachelt. Die Angreifer beschädigten den Filmprojektor, verbrannten Filmrollen und suchten dann mit der Beschallungsanlage sowie der Kollekte das Weite.”
Während bei uns im Westen über das Minarettverbot in der Schweiz teilweise Empörung zum Ausdruck kam und kirchliche Medien und Kirchenvertreter von einer “unteilbaren Religionsfreiheit” sprechen, gibt es in islamischen Ländern, wie in diesem Fall Pakistan, die Religionsfreiheit bestenfalls auf dem Papier. Dabei versteht das islamische System unter Religionsfreiheit etwas anderes als wir: Religionsfreiheit dort bedeutet, dass zwar (fast) jeder Muslim werden darf, dass aber ein Muslim seine Religion nicht wechseln darf.
Es sollte auch erwähnt werden, dass in Teilen der islamischen Welt das Minarettverbot gelassener aufgenommen wurde als bei uns in kirchlichen Kreisen (siehe oben): Scheich Yusif Karadawi zum Beispiel, der wohl bekannteste Fernsehprediger der arabischen Welt, gibt sich am Tag danach in der Zeitung “Ash-Shark al Awsat” jedenfalls höchst gelassen: “Die Muslime können auch in Moscheen ohne Minarett beten.” - Von einem Anschlag auf die Religionsfreiheit ist da – aus gutem Grund – nicht die Rede! (Aus dem Kommentar von Wolfgang Molitor, Schwarzwälder Bote, Anfang Dezember 09) >>>Download Artikel: Ein Minarett – ja und?
HJE
