Offener Brief an Bundesaußenminister Dr. Westerwelle. Als aktives Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IFGM) sorge ich mich um das Schicksal der (wenigen) Christen in einem Land, in dem bereits 40 deutsche Soldaten ihr Leben gelassen haben. Besonders schockierend ist es, wenn ein afghanischer Abgeordneter erklärt, dass die Ermordung von Christen, die zuvor Muslime waren, kein Verbrechen sei.
Wie das evangelische Nachrichtenmagazin ideaSpektrum berichtet, haben sich 150 Christen aus Afghanistan in Neu-Dehli an die Öffentlichkeit gewandt: Die Christen, die nach Indien geflohen sind, bitten um Hilfe, um die Christenverfolgung in ihrem Heimatland zu beenden. Wenn ein Muslim Christ werde, erwarte ihn die Todesstrafe, heißt es in einem in Neu-Dehli veröffentlichten Offenen Brief der „Afghanischen Christlichen Gemeinde“. Und weiter schreiben die Christen: „Wir verstehen nicht, wie die ganze Welt und besonders die weltweite Kirche ruhig bleibt und die Augen verschließt. Tausende ihrer Brüder und Schwestern leben ständig in Todesangst, bedroht von der Todesstrafe; sie werden gefoltert, verfolgt und als Kriminelle verunglimpft.“
Gibt es seitens der Bundesregierung bereits Aktivitäten, die Religionsfreiheit in Afghanistan zu fördern und die Konvertiten vor der Ermordung zu schützen? – HJE