Gender oder Geschlecht? Immer häufiger begegnet uns der neue Begriff “Gender Mainstreaming”. Was verbirgt sich dahinter? Der Begriff Gender bezeichnet das soziale oder psychologische Geschlecht einer Person im Unterschied zu ihrem biologischen Geschlecht (engl. sex). Der Begriff wurde aus dem Englischen übernommen, um auch im Deutschen die Unterscheidung zwischen sozialem (gender) und biologischem (sex) Geschlecht treffen zu können, da das deutsche Wort Geschlecht in beiden Bedeutungen verwendet wird.
Beim oberflächlichen Lesen von Texten zu Gender Mainstreaming (auch Texten des deutschen Familienministeriums) hat man den Eindruck, es ginge lediglich um mehr Gleichberechtigung und “Gleichstellung” von Mann und Frau, wie sie schon in unserem Grundgesetz formuliert ist. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter eine gut getarnte Ideologie, die den Menschen von innen her zerstören will. Wie? Indem sie leugnet, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat…(wird fortgesetzt)
Eva Hermann: “Die Gender-Ideologie, nach der es keine wirkliche Unterscheidung der Geschlechter gibt und die Geschlechtermerkmale durch Erziehung künstlich vermittelt werden, ist nach meiner Meinung “das größte und gefährlichste Umerziehungsprogramm der Menschheit.”
Wider den Schöpfergeist. In seinem Jahresrückblick 2008 vor der römischen Kurie sagte der Papst zum Thema Schöpfung: Die Kirche dürfe sich nicht nur auf die Vermittlung der Heilsbotschaft beschränken. Sie habe eine Verantwortung für die Schöpfung und müsse diese auch öffentlich wahrnehmen. Dazu gehöre der Schutz von Erde, Wasser und Luft als Geschenken der Schöpfung für alle sowie der Schutz des Menschen vor Selbstzerstörung, sagte Benedikt XVI.
In einer gesellschaftspolitischen Passage übte der Papst Kritik an dem Begriff „gender”. Die Kirche müsse dafür eintreten, dass die Ordnung der Schöpfung und die Natur des Menschen bewahrt werde, der als Mann und Frau geschaffen wurde. Hinter dem Begriff „gender” stehe letztlich das Verständnis von einer Selbstemanzipation des Menschen von der Schöpfung und vom Schöpfer, so der Papst. Der Mensch wolle sich selbst machen und immer und exklusiv über sich bestimmen. Das aber sei ein Leben gegen die Wahrheit und gegen den Schöpfergeist. Entnommen aus: “Kein Festival mit dem Papst als Star”, Konradsblatt 1/2009
Verhütung – “Pille”. Ein offenener Brief von Christa Meves an Erzbischof Marx anläßlich der Äußerung Margot Käßmanns in der Münchner Frauenkirche: “Die Pille ist ein Geschenk Gottes”.
Hochverehrter Herr Erzbischof Marx, die Anti-Baby-Pille unter dem Aufjauchzen der Zuhörerinnen als einen Höhepunkt des ökumenischen Kirchentages ausgerechnet im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau als “ein Geschenk Gottes” zu bezeichnen – wie das Frau Ex-Bischöfin Margot Käßmann zustande brachte – ist eine unfassliche Beleidigung des christlichen Glaubens und ein skandalöser Affront gegen die katholische Kirche.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC der WHO) hat bereits im Jahr 2005 die Pille nach langfristiger Einnahme als brustkrebserregend eingestuft. Dementsprechend boomt die Neuerkrankungsrate vom Mammakarzinom. Ebenso steigt das Risiko für die Erkrankung an einem Gebärmutterhalskrebs und an Leberkrebs. Die Pille hat auch eine früh-abtreibende Wirkung. Weitere schwerwiegende Risiken wie z. B. die Thrombosegefahr, der jüngst sogar zwei junge Frauen erlegen sind, sind lange schon bekannt. Alle diese Risiken werden aber trotz besseren Wissens in der Öffentlichkeit unzureichend verbreitet.
Hochverehrter Herr Bischof, Sie haben sich in jüngster Zeit sehr bemüht, die Wahrheit um die Enzyklika Humanae Vitae in den Vordergrund zu rücken und ihr, um der Wahrheit willen, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Die provokante Äußerung von Frau Käßmann im Dom muss deshalb auch als ein direkter Angriff auf Ihre Bemühungen, verehrter Herr Erzbischof, verstanden werden. Es ist dringend angezeigt, der Unvereinbarkeit zwischen wissenschaftlicher Wahrheit, wie die katholische Kirche sie im Hinblick auf dieses Thema nachhaltig vertritt, und dem die Pille beschönigenden Mitlaufen in der EKD eindeutig und öffentlich entgegenzutreten.
Katholische Laien und Fachkräfte, die das Ausmaß des Unglücks in der Praxis hautnah erleben, können diese Aussage unmöglich hinnehmen!
Mit freundlichen Grüßen
Christa Meves
Kinder-und Jugendlichen-Psychotherapeutin
14.5.2010